Die Aufzucht und Pflege der Welpen
Wir züchten unsere Hunde im Cockerclub Deutschland e. V. Dieser Club ist wiederum dem VDH (Verband Deutscher Hunde) und dem FCI angeschlossen. Das bedeutet, daß beide Elterntiere die Zuchtbedingungen erfüllen und eine Wurfabnahme durch den Zuchtwart bei Abgabe an den neuen Besitzer erfolgt ist. Beide Elterntiere sind HD-geröngt, auf erbliche Augenkrankheiten untersucht, es wurde ein Gentest gemacht und sie haben auf einer Zuchtausstellung ein „vorzüglich“ bekommen.
Wir sind bemüht, wesensfeste und gesunde Hunde zu züchten. Die Welpen sind bei der Abgabe gechipt und geimpft. Trotzdem können im Laufe eines Hundelebens gesundheitliche Probleme auftreten. Sie sollten unbedingt für die erste Hilfe ausgerüstet sein, etwas Verbandszeug, Pflaster, Fieberthermometer, ein Gummischühchen – und auch informiert sein, wie erste Hilfe zu leisten ist
Ein guter Tierarzt, zu dem man Vertrauen hat, ist wichtig.Wenn gesundheitliche Probleme auftauchen sollten, bitte nicht zu lange warten oder „experimentieren“. Bei kleineren Beschwerden können Sie auch bei uns nachfragen, ernste Dinge müssen aber vom Tierarzt behandelt werden.
Die Welpen wurden bei uns im Schlafzimmer geboren und bleiben dort etwa 3 Wochen. Cooky hat dadurch Ruhe und kann sich immer in diesen Raum zurückziehen oder aber am Familienleben „unten“ teilnehmen. Später werden die Kleinen ins Wohnzimmer umsiedeln, von dort gelangen sie dann auch in den Garten. Die Welpen werden alles kennen lernen, Menschen, Kinder, Krach, Staubsauger, andere Hunde, viele, viele Eindrücke, auch Autofahren und Luftballon knallen. Es ist wichtig, daß die Welpen in der Prägephase mit den verschiedensten Dingen vertraut gemacht werden, damit sie ohne Furcht in die Welt hinaus gehen. Sie lernen auch das Rudelverhalten, den Geschwisterkampf um Zitze und Freßnapf, sie lernen, sich im gegebenen Fall unterzuordnen. Wir hoffen, daß Cooky eine gute Hundemutter ist und instinktiv das Richtige tut. In den ersten 8 Wochen haben wir Menschen, was die Erziehung anbelangt , wenig Aufgaben. Spielen und schmusen, wieder spielen und wieder schmusen – das mögen die Kleinen. Aber wenn die Welpen mit 9 – 10 Wochen in ihr neues zu Hause kommen, dann gilt es, alle angeborenen Fähigkeiten zu festigen und eine richtige Erziehung zu beginnen und damit eine enge Bindung herzustellen..
Dabei gilt Liebe, Liebe und nochmals Liebe. Niemals etwas verlangen, was der Welpe nicht versteht. Dinge, die er lernen soll, muß man ihm „auf Hundeart“ beibringen, viel loben, loben, loben. Nicht schimpfen und schreien, wenn z. B.wieder ein Pfützchen auf dem Boden gelandet ist, Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Es sind kleine Wesen, die ganz und gar von uns abhängig sind, sie lieben uns über alles, auch wenn wir ungewaschen und nicht gekämmt sind, sie brauchen unsere Wärme und unsere Zuneigung – unseren Schutz. Sie wollen uns gefallen und alles recht machen . Sie müssen Vertrauen lernen und es niemals, aber auch niemals durch eine ungerechte Behandlung verlieren. Die Erziehung erfordert aber auch Konsequenz, das heißt ein“Nein“ ist ein „Nein“, doch eine positive Handlung muß überaus gelobt werden, ein kleines Leckerchen wird den Erfolg noch betonen.Wenn Sie den Welpen genau beobachten, dann werden Sie bemerken, daß er viele Übungen wie „Sitz“, „Platz“ und „Komm“ , die wir später von ihm verlangen, er schon als kleiner Kerl ganz von alleine macht. Das können Sie frühzeitig für ein spielerische Training nutzen. Sie sagen z. B. „Sitz „ wenn er sich setzt, loben ihn ausgiebig und geben ein kleines Leckerchen. Wenn er sich dann wieder mal setzt um sie anzuhimmeln, dann wiederholen sie die Übung, aber ganz spielerisch und dazu wieder ein kleines Leckerchen. Ziemlich bald wird er ganz freudig auf ihre Aufforderung „Sitz“ machen, ohne psychischen Druck oder körperlichen Druck. Genau so kann man mit den anderen Übungen verfahren.
Es ist gut, wenn man immer nur ganz kurze Zeit und nicht zu viel übt, dafür aber regelmäßig. Der Kleine darf nicht die Lust verlieren. Dieses Welpentraining wird Ihnen bei der späteren strengeren Erziehung eine gute Hilfe sein. Welpen gehen auch gern in die Hundeschule. Da lernen sie andere Artgenossen kennen, andere Hundehalter, andere Umgebungen. Das spielerische Toben untereinander fördert immens das Sozialverhalten. Aber sie sollten auf eine gute Hundeschule Wert legen – Probestunde vereinbaren!
Die Aversion gegen Hunde ist heutzutage ziemlich groß geworden. Also können wir den Hundegegnern doch ein wenig Wind aus den Segeln nehmen, indem wir uns wenigstens einen gut erzogenen Hund halten, der ordentlich an der Leine geht, ruhig und brav liegen bleibt und Menschen verträglich ist. Auch sollte ihr Hund lernen, sich nur an bestimmten Stellen zu lösen, hilfreich ist da immer, eine kleine Tüte für das „Mißgeschick“ dabei zu haben..
Ein wichtiges Thema ist die Stubenreinheit. Regelmäßiges, am Anfang in kürzeren Abständen stattfindendes Gassigehen, erzieht den Welpen zur pünktlichen Blasenentleerung. Die Abstände können dann langsam verlängert werden. Bald wird der Kleine auch anzeigen, daß er mal“muß“.
Wenn man sich unsicher ist, lieber einmal mehr hinausgehen, bevor das Malheur passiert ist. Für die Nacht empfehlen wir die Unterbringung in einer Box. Für gewöhnlich verschmutzen sie ihr „Haus“ nicht, sie „melden“ sich, aber der Aufenthalt in der Box sollte auch nicht zu lange sein. Die Futterfragen werden mit jedem neuen Welpenbesitzer gesondert besprochen, nur soviel, am Anfang 3 mal am Tag füttern - die Devise ist , lieber kleine Mahlzeiten und mehrmals. Nach dem Fressen sollten die Welpen erst mal ausruhen, dann kann wieder gespielt werden – Toben nach dem Fressen birgt die Gefahr der Magendrehung.
Frisches Wasser muß ständig vorhanden sein, auch immer zugänglich für den Knirps.
Nun zur Pflege des Cocker.. Wenn sie für Bürsten und Kämmen keine Zeit haben, dann ist es nicht die richtige Rasse für Sie. Auch kahlscheren entwürdigt einen Cocker – dessen ganze Schönheit sein seidiges, gepflegtes Fell ist, - lange schöne Ohren ohne Filz!. Der Cocker sollte etw alle drei Monate getrimmt werden und das kostet Geld, ein Punkt, der bei der Anschaffung unbedingt überlegt sein muß!!! Wenn man den Welpen aber schon frühzeitig regelmäßig spielerisch kämmt und bürstet, gewöhnt er sich daran und es wird später kein Problem sein, den Hund zu trimmen. Man kann das Trimmen aber auch von einem erfahrenen Cockerzüchter selbst erlernen.
Cocker sind in der Regel wasserfreudig, manchmal auch "pfützenfreudig". Wenn man das Fell mit Shampoo wäscht, muß es mild sein, darf das Haar nicht austrocknen. Nach dem Waschen das Haaar gründlich abtrocknen, evtl. fönen, den Hund niemals naß auf kaltem Boden liegen lassen, auch unbedingt Zugluft meiden, es besteht die Geahr der Blasen- oder sogar Nierenentzündung. Regelmäßige Kontrolle des Außenohres ist auch unbedingt wichtig, mit einem kleinen Wattepad auswischen, nicht ins Innenohr eindringen, schon gar nicht mit einem Q-Tip! Bei evtl. Ohrproblemen den Tierarzt konsultieren.
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